
Im Mittelpunkt unserer Abendveranstaltung am 4. Mai in Hamburg haben wir mit 50 Teilnehmenden aus Unternehmerfamilien, Stiftungen, Family Offices und Sozialunternehmertum diskutiert, wie Philanthropie von einer gut gemeinten Idee zu einer systemisch relevanten Größe von Dauerhaftigkeit und Skalierbarkeit aufgesetzt werden kann und welche Rolle Familienunternehmen, unternehmerisches Engagement und Philanthropie in starken Allianzen einnehmen, wenn es darum geht, strukturelle Veränderungen anzustoßen und nachhaltig zu verankern.
Eindrücke zum Abend
Dr. Christoph Schmitz: „Unser ‚Ackerdinner‘ war ein ganz besonderes. Zum ersten Mal haben wir die Veranstaltung gemeinsam mit PETER MAY Family Equity Consulting und der Unternehmerstiftung für Chancengerechtigkeit zu dritt organisiert und dabei die Perspektiven von Familienunternehmerinnen, Investorinnen und philanthropisch engagierten Menschen zusammengebracht. Gemeinsam sind wir der Frage nachgegangen, wie wir in der Philanthropie von „gut gemeint“ zu „gut gemacht“ kommen.
Mit Acker sind wir Vorreiter auf dem Weg zu gesellschaftlichem und systemischem Wandel und sind stolz auf das Engagement vieler Unternehmerfamilien und Unternehmerpersönlichkeiten, die hinter Acker stehen wie Friederike Ahlers oder Max Viessmann. Mit 2.000 Schulen und Kitas und bereits 400.000 teilgenommenen Kindern geht es jetzt darum, jedes Kind ans Ackern und an gesunde Ernährung heranzuführen. Das gelingt nur gemeinsam: in einer starken Allianz aus erfahrenen Menschen aus Familienunternehmen, Startups und der Investmentbranche. So schaffen wir eine neue Generation, die weiß, was sie isst!“. Mehr Informationen unter Acker - Hier wächst Wandel. - Acker
Mareike von Oosting: Wir sind eine von privaten Unternehmern initiierte Stiftung, 2021 gegründet mit dem Ziel, die Chancen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland strukturell zu verbessern – und damit Wirtschaft und Gesellschaft langfristig zu stabilisieren.
Unsere Gründer – darunter Torsten Toeller, Ralph Dommermuth, Christian Böhringer, Thomas Strüngmann, Klaus Weinmann und Sumeet Gulati – verbindet die Überzeugung, dass privates Kapital gebündelt werden muss, um gemeinsam nachhaltige Veränderung zu erzeugen: über persönliches Einzelengagement hinaus. Unser innovatives, rollierendes Finanzierungsmodell über Private Equity-Investments ermöglicht uns substanzielle Erträge, die dauerhaft in unsere Förderarbeit fließen. Als USC unterstützen wir Acker seit 2025 als strategischer Förderpartner dabei, ihr System-Change-Vorhaben voranzubringen: Praxisnahe Ernährungsbildung soll nicht vom Zufall abhängen, sondern jedes Kind erreichen - dafür müssen wir erfolgreich skalieren und gleichzeitig öffentliche Strukturen im Bildungssystem verändern. Hamburg sehen wir dafür als besonders vielversprechende Pilotregion – gerade deshalb ist es so wichtig, dass hier gleichgesinnte Menschen mit unternehmerischer Haltung und Verantwortungsbewusstsein zusammenfinden. Denn jede Schule einzeln vom Mitmachen zu überzeugen, kann nicht unser Anspruch sein: Wir brauchen Politik und Zivilgesellschaft an Bord, um Tempo aufzunehmen und Acker schneller in jeden Schulhof zu bringen.
Mein Eindruck vom Abend war sehr klar: Die geballte Expertise, Überzeugung und Bereitschaft zur Mitgestaltung sind vorhanden. Jetzt braucht es einen konkreten Umsetzungsplan – und das passende Funding, um diesen Systemwandel gemeinsam möglich zu machen. Weitere Informationen zur USC unter: www.unternehmerstiftung.org
Sumeet Gulati: Dass jedes Kind in Deutschland eine Chance haben sollte, sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein in einem Land wie Deutschland. Dies sicher zustellen schafft die Politik aber nicht allein und daher braucht es Akteure aus der Mitte der Gesellschaft, die helfen, dass dies gelingt. Christoph Schmitz und sein Team von Acker haben eine der wichtigsten Aufgaben in die Hand genommen - den Kindern den Wert von gesunden Lebensmitteln zu vermitteln. Kein Kind kann lernen und sich langfristig gut entwickeln, wenn es sich nicht gesund ernährt. Die Unternehmerstiftung für Chancengerechtigkeit ist ins Leben gerufen worden, Chancengerechtigkeit von Kindern und Jugendlichen zu fördern in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Inklusion. Insofern passt Acker e.V. hervorragend als Förderpartner zur USC, da sie an der Schnittstelle von Bereich Bildung und Gesundheit agieren. Wir freuen uns sehr, dass die USC Acker unterstützen kann bei der Skalierung des großartigen Geschäftsmodells.
Beate Heraeus (Heraeus Bildungsstiftung) machte Mut, dass man ein Thema wie Naturerfahrung in Bildungseinrichtungen nicht nur träumen, sondern strukturell verankern kann, wenn man den langen Atem hat und die richtigen Allianzen schmiedet.
Prof. Dr. Johannes Merck (Michael Otto Stiftung) sagte klar: Es reicht nicht, auf die Politik zu warten. Wirtschaft und Unternehmerfamilien sind in der Pflicht, voranzugehen. Die vielen engagierten Familienunternehmerinnen und Familienunternehmer im Raum haben das bestätigt.
Tilman Kriesel, Mitglied der Unternehmerfamilie Sprengel: Der Abend hat mal wieder bestätigt, wie unbezahlbar persönliches Engagement sein kann. Gerade dann, wenn man mit Leidenschaft bereit ist mehr zu geben, als zu empfangen - wird man umso mehr belohnt, sei es durch menschliche Begegnungen, aber auch bestätigt durch wirtschaftlichen Erfolg. Das hat das Beispiel „Acker“ mal wieder bewiesen - das war inspirierend, vielen Dank!
Kommende Veranstaltungen
Wir schauen auf einen lebendigen und langen (!) Abend und dem Bewusstsein, einen Beitrag zu mehr Vernetzung und Austausch und schließlich Engagement geleistet zu haben. Und der Gewissheit, das Ökosystem Familienunternehmertum noch weiter stärken zu können.
Für unsere kommenden geplanten Abendveranstaltungen mit Acker e. V. in München und Wien sprechen Sie uns gerne an.
Jörg Hueber, Kontakt j.hueber@petermay-fos.com
Madleen Buchar, Kontakt m.buchar@petermay-fos.com
Isabel Wessel, Kontakt i.wessel@petermay-fos.com