Im Februar 2022 veröffentliche Peter May unter der Überschrift ‚Neue Freunde‘ einen Standpunkt über die wachsende Offenheit in Unternehmerfamilien, die Möglichkeit von Kapitalpartnerschaften neu zu denken und die Geschäftsmodelle ihrer Familienunternehmen weiterzuentwickeln: Anlässe liegen im Eintritt in neue Märkte, Zugang und Entwicklung neuer Technologien, die Beschleunigung von Innovation, die Stärkung von Lieferketten wie auch in der Sicherung und Neusortierung einer langfristig stabilen Gesellschafterkonstellation für ihre Familienunternehmen.
Gleichzeitig beobachteten wir die wachsende Bereitschaft von Unternehmerfamilien, neben ihren eigenen Familienunternehmen Beteiligungskapital für andere Familienunternehmen bereitzustellen: Ein Ökosystem des Familienkapitals. Beispielhaft genannt waren das Familienunternehmen Birkenstock mit der Übergabe von Eigentum an die Beteiligungsholding von Bernard Arnault, der Einstieg eines Konsortiums aus Investorenfamilien unter Führung von Armira bei Sartorius oder der Erwerb von Klafs durch die Beteiligungsholding Egeria, hinter der die Familien Visser und Brenninkmeijer stehen.
Beitrag aus Februar 2022 Neue Freunde – PETER MAY The Family Business People
Vier Jahre weiter haben sich die globalen Rahmenbedingungen und Herausforderungen signifikant verändert, Geopolitik und wirtschaftliche Spielregeln dramatisch verschoben.
Viele Unternehmerfamilien haben sich auf Veränderungen vorbereitet, indem sie ihre Familienunternehmen resilienter gemacht haben, auch und insbesondere durch Offenheit für Partnerschaften. Unzählige Beispiele ließen sich aufzählen von Viessmann durch die Partnerschaft mit Carrier, Ottobock mit geglückten IPO, Weidmüller mit der Aufnahme der Joachim Herz Stiftung, Messer mit der Partnerschaft mit GIC, Merz Pharma oder Körber mit der Öffnung eines Konzernsegments für neue Gesellschafter sowie mittelständisch geprägte Familienunternehmen wie Junge mit Egeria, Rügenwalder Mühle mit Pfeifer & Langen; Fressnapf, ifm, KAEFER, diverse weitere Beispiele ließen sich anfügen. Wir sind überzeugt, dass alle genannten Unternehmen noch stärker dastehen als zuvor.
Mittlerweile stellen mehr als 200 Familien aus unserem Netzwerk über ihre Family Offices, Stiftungen und Familienholdings Beteiligungskapital in kumuliert dreistelliger Euro-Mrd-Höhe für Familienunternehmen bereit, doch fehlt es an hinreichendem Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage. Die Durchlässigkeit von Familienkapital ist ein wichtiger Transmissionsmechanismus, den Börsen und Investmentbanken aus Zurückhaltung vieler Unternehmer- als auch Investorenfamilien gegenüber einer Kapitalmarktöffentlichkeit nicht in Gänze ausfüllen können, der aber wichtig für die Stabilität unserer Familienunternehmen und damit den #StandortDeutschland ist. Wir finden es richtig, hierzu einen Beitrag zu leisten.
Ihre Ansprechpartner
Prof. Dr. Peter May gilt als Nestor der inhaberstrategischen Beratung in Deutschland. Er hat viele der führenden Unternehmerfamilien in unserem Land begleitet und mit der INTES und der PETER MAY-Gruppe die beiden führenden Beratungsunternehmen auf diesem Gebiet gegründet. Er hat an den bekanntesten Hochschulen im In- und Ausland unterrichtet (u.a. IMD und WHU), wegweisende Beratungskonzepte wie die Inhaberstrategie, die Familienverfassung und das 3 Dimensionen-Modell entwickelt und wichtige Initiativen wie den Governance Kodex für Familienunternehmen auf den Weg gebracht. Der Jurist und Betriebswirt stammt selbst aus einer Unternehmerfamilie und verfügt über persönliche Erfahrung als CEO und Beiratsvorsitzender in Familienunternehmen.
Jörg Hueber ist Geschäftsführender Gesellschafter der PETER MAY Family Office Service GmbH & Co. KG und befasst sich mit Themenstellungen der Angemessenheit und Aktualität der Vermögensverteilung in Inhaberfamilien, der Übertragung von Anteilen an Familienunternehmen innerhalb der Familie, zu Abfindungsregelungen für Gesellschafter bei Kündigung ihrer Gesellschafterrolle, zu Fragestellungen der Öffnung des Gesellschafterkreises sowie mit Beratungsleistungen des Kaufs und Verkaufs von Unternehmensbeteiligungen für Familienunternehmen, Inhaberfamilien und Family Offices. Vor seiner Tätigkeit in der PETER MAY Gruppe ist Jörg Hueber mehr als 20 Jahre in international führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Privatbanken tätig gewesen und hat den M&A-Bereich eines börsennotierten Unternehmens verantwortet. Kontakt j.hueber@petermay-fos.com