Next Gen Philanthropy

Darüber, wie die nächste Generation gesellschaftliche Verantwortung selbst in die Hand nimmt, berichtet Amelie Eichblatt – mit Best Practice Insights von Julia Deichmann, 4. Generation Deichmann SE, Mitglied des Verwaltungsrats, Leadership Circle UNICEF NextGen, und Stephanie Petrick, Global Philanthropy – UNICEF NextGen Deutschland.

Amelie Eichblatt

 

Besonders in den letzten Jahren ist bei der nächsten Generation aus Familienunternehmen ein wachsendes Interesse an philanthropischem Engagement zu beobachten. Immer mehr junge Menschen aus Inhaberfamilien setzen sich aktiv für soziale und gesellschaftliche Belange ein und übernehmen Verantwortung für ihre Mitmenschen und die Umwelt. Sie engagieren sich privat, über ihre Familie, das Familienunternehmen und/oder deren gemeinnützige Stiftung. Ihr Engagement ist dabei genauso vielfältig wie die Next Gens selbst es auch sind – hinsichtlich der thematischen Ausrichtung, des Umfangs und auch der Art und Weise, in der sie sich einbringen. Philanthropisches Engagement bedeutet dabei das freiwillige Spenden von Ressourcen – ob Zeit, Geld oder Wissen – zur Unterstützung gesellschaftlicher, sozialer und/oder ökologischer Zwecke.

Laut einer Studie der Phineo gAG und dem Institut für Familienunternehmen und Mittelstand der WHU aus dem Jahr 2022 ist das Engagement der Next Gens vor allem intrinsisch motiviert. Nachfolgerinnen und Nachfolger aus Inhaberfamilien wollen ihre privilegierte Situation nutzen, um soziale und ökologische Zwecke zu unterstützen. Oftmals wird dieses Verantwortungsgefühl stark von den Werten ihrer Familie und des Familienunternehmens geprägt. Allerdings geben einige Befragte für die Studie auch an, den gesellschaftlichen Druck zu spüren, der mit ihrem Wohlstand einhergeht, und dass sie sich dadurch verpflichtet fühlen, einen positiven Beitrag zu leisten. Aus Gesprächen mit zahlreichen Next und Now Gens geht auch hervor, dass die eigenen Berührungspunkte mit gesellschaftlichen Herausforderungen und die persönlichen Erfahrungen sowie der Austausch mit den Menschen in diesem Kontext weitere Bewegungsgründe sind, sich zu engagieren. Obwohl mit der Aussage „Tue Gutes und rede darüber“ die Verbesserung des eigenen Images als angenehmer Nebeneffekt betrachtet wird, ist dies nicht das Hauptmotiv, sich zu engagieren. Der Next Gen geht es um den tatsächlichen Beitrag in der Gesellschaft.

Auch wenn die nächste Generation häufig das Engagement ihrer Vorgängergeneration fortführt, möchte sie ihren eigenen Fußabdruck hinterlassen und Schwerpunkte setzen, die den Werten ihrer Generation entsprechen. Vom Engagement ihrer (Groß-)Eltern unterscheidet sich besonderes das Interesse am Bereich Klima und Umwelt sowie an systemischen Veränderungen und globalen Themen. Der Fokus des aktuellen Engagements liegt allerdings eher auf anderen inhaltlichen Schwerpunkten, insbesondere im Bereich der Bildung. Für viele Next Gens ist es zudem wichtiger, eine Verbindung zwischen dem Kerngeschäft des Familienunternehmens und ihrem Engagement herzustellen, als es für ihre Vorgänger der Fall war. Sie tragen beispielsweise dazu bei, indem sie die Nachhaltigkeitsstrategien ihrer Familienunternehmen vorantreiben, eine positive Arbeitskultur für die Mitarbeitenden schaffen oder gemeinnützige Projekte fördern, die einen Bezug zum Kerngeschäft haben.

So, wie es zum Beispiel Now Gen Nicolaus Gallenkamp tut, der sich neben seiner Rolle als Geschäftsführender Gesellschafter der NOSTA Group (Logistikunternehmen) als Gründer und Vorstandsvorsitzender von „Blut transportiert e.V.“ gemeinsam mit über 50 Partnern und Unterstützern aktiv dafür einsetzt, Logistiker für den Kampf gegen Leukämie und andere Bluterkrankungen zu gewinnen. Oder auch Anne Wedel-Klein (Mitglied der 4. Generation und Gesellschafterin der MB Holding), die die Unternehmensgruppe „the nature network“ mit ihren vier Geschäftsbereichen führt und übergeordnet für die Themen Nachhaltigkeit, Personal und Kommunikation zuständig ist. Für sie ist klar: Die interne Kommunikation und die Einbindung der Mitarbeitenden bringen die Strategie erst richtig zum Fliegen. Nur wer Sinn stiftet, kann Leistung fordern und klimaneutral zu wirtschaften ist keine Frage des Ob, sondern des Wann.

Durch den Familienbesitz haben Next Gens die Möglichkeit, langfristige Verbesserungen im Unternehmen anzustoßen. Darüber hinaus verfolgen sie mit ihrem Engagement oft einen strategischeren Ansatz: Sie möchten genau wissen, wie ihre Gelder verwendet werden und welche Wirkung sie dabei erzielen. Oft gehen sie in der Philanthropie deshalb neue Wege. Genau an diesem Punkt setzt zum Beispiel UNICEF NextGen an, ein weltweites Netzwerk junger Philanthrop:innen. Julia Deichmann (4. Generation Unternehmerfamilie Deichmann und Mitglied im Verwaltungsrat der Deichmann SE) hat mir im Gespräch ihre persönliche philanthropischen Reise geschildert und über ihrer Motivation berichtet, sich im Rahmen von UNICEF NextGen zu engagieren. Anschließend habe ich mit Stephanie Petrick (UNICEF Gloabl Philanthropy), die das Netzwerk in Deutschland aufgebaut hat, über die Arbeit des Netzwerks gesprochen, das seit Ende letzten Jahres auch in Deutschland vertreten ist.

 

Julias Deichmanns persönliche philanthropische Reise

Amelie Eichblatt: Liebe Julia, wie hat Deine Reise in die Welt der Philanthropie angefangen? Was war Deine Motivation Dich zu engagieren und was möchtest Du erreichen?

Julia Deichmann: Begonnen hat meine Reise eigentlich schon, als ich als Kind bei unseren jährlichen Firmenweihnachtsfeiern den Diashows und Berichten aus Indien und Afrika gelauscht habe. Zu diesem Anlass war es üblich, dass entweder mein Großvater oder ein Mitarbeiter von unserer Stiftungsarbeit und aktuellen Projekten in diesen Regionen erzählten. Diese Bilder und später auch die persönlichen Begegnungen mit den notleidenden Menschen vor Ort haben mich sehr berührt. Trotzdem empfand ich als Jugendliche die Größe unserer Stiftung einschüchternd und musste erst einmal meinen eigenen Weg gehen. Nach dem Abitur habe ich bei verschiedenen Organisationen in Südafrika mitgearbeitet und angefangen, Psychologie zu studieren. Heute arbeite ich in einer Klinik für alkohol- und drogenabhängige Patienten. Doch was mich seit jeher beschäftigt hat, ist, wie wir philanthropisches Engagement nachhaltiger gestalten können und unsere Position als Nachfolger:innen von Familienunternehmen besser einsetzen können. In diesem Zusammenhang haben das Vorbild meiner Familie und unser christlicher Glauben sicherlich das Fundament gelegt. Und gleichzeitig hat mir UNICEF NextGen die Möglichkeit geboten, mich mit gleichgesinnten Next Gens über Netzwerkeffekte und nachhaltige Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit auszutauschen. Seitdem habe ich auch über UNICEF hinaus viele innovative und inspirierende Lösungsversuche für die globalen Herausforderungen kennengelernt. Und ich bin total begeistert davon. Genau das ist es auch, was ich erreichen möchte: So viele junge Menschen wie möglich für philanthropisches Engagement zu begeistern.

Amelie Eichblatt: Wie Du eben schon angesprochen hast, gibt es neben Deinem persönlichen Engagement auch ein familiäres oder unternehmerisches philanthropisches Engagement. Wie hat Dich dies geprägt und bei Deiner persönlichen Reise beeinflusst?

Julia Deichmann: Nachdem mein Großvater 1977 eine Begegnung mit hunderten von Leprakranken in Indien hatte, gründete er unser Hilfswerk wortundtat und begann die Zusammenarbeit mit einer lokalen Partnerorganisation in Indien. Im Bundesstaat Andra Pradesh bauten und betrieben sie gemeinsam vor allem Schulen, Krankenhäuser, Ausbildungsstätten, Altenheime - Hilfe für die Ärmsten der Armen in (christlichem) Wort und Tat. Später entstanden auch Projekte in Tansania und Griechenland. Meine Eltern bauten das Engagement mit der Deichmann Stiftung weiter aus, fokussierte sich auch auf europäische Länder wie Moldawien. Auch meine Tante und ihr Partner engagieren sich und sind regelmäßig vor Ort. Viele Mitarbeiter:innen von Deichmann – von der Verwaltungsebene bis zur Filialebene – fühlen sich mit den Projekten verbunden und organisieren Spendenaktionen. Das macht es sowohl zu einem Familien- als auch Unternehmensengagement. Der Enthusiasmus und Tatendrang, den ich häufig miterleben darf, haben mich auf jeden Fall geprägt. Aber auch die Projektbesuche, die mich hautnah haben erfahren lassen, dass es in der Welt noch derartige Armut gibt, die in Deutschland nicht vorstellbar ist. In den Anfängen der Stiftungsarbeit war das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Hilfe zur Selbsthilfe vielleicht noch nicht so ausgeprägt. Das hat sich in den vergangenen Jahren aber sehr geändert und ist mir auch ein persönliches Anliegen.

Amelie Eichblatt: Wie tauschst Du Dich mit anderen Next Gens zu diesem Thema aus? Warum ist das wichtig?

Julia Deichmann: Ich glaube, dass die Komplexität von Entwicklungszusammenarbeit heute viel offensichtlicher ist und berücksichtigt werden muss. Gleichzeitig werden die globalen Katastrophen nicht zuletzt durch den Klimawandel drängender. Durch die Medien ist man ständig mit diesen humanitären Krisen konfrontiert. All diese Gegebenheiten fordern von uns neue und innovative Lösungen, die meistens nicht alleine, sondern gemeinsam gefunden werden. Ich persönlich lerne durch den ständigen Austausch mit anderen engagierten Next Gens und Now Gens extrem viel, lasse mich herausfordern und verpflichte mich gleichzeitig auch. Als junge Menschen stehen die meisten von uns auch in anderen zeitintensiven Berufen. Da ist eine Gruppe von Mitstreiter:innen bei unserem freiwilligen Engagement schon wichtig – um am Ball zu bleiben, aber eben auch um Spaß dabei zu haben. Ich muss mir mittlerweile eingestehen: Die langfristig beste Leistung erbringe ich in allen Bereichen, wenn ich auch Spaß an der Sache habe.

 

Einordnung Next Gen Philanthropy

Stephanie Petrick weiß, dass junge Philanthrop:innen (Generation X und Millennials) wie Julia Deichmann unsere Welt durch ihr Engagement in den nächsten Jahrzehnten entscheidend mitgestalten werden: Sie verfügen nicht nur über finanzielle Ressourcen und setzen diese früher als vorangegangene Generationen ein, sie gehen auch eigene Wege in der Philanthropie. Neue Engagementformen wie Venture Philanthropy, Impact Investing und Effektiver Altruismus haben in den letzten Jahren vermehrt Zulauf gefunden.

Aber auch insgesamt sind die Themen Philanthropie, Engagement und Nachhaltigkeit in den Fokus der Next Gens von Familienunternehmen gerückt. Ihre Verantwortung wahrzunehmen und die Werte der Familie weiterzugeben, ist für viele auch schon in jungen Jahren ein ernstzunehmendes Thema und eine Mission. Einige sehen auch genau hier ihre Rolle – als Philanthropie- oder Sustainability-Expert:in der Familie.

Was das philanthropische Engagement angeht, führen manche Next Gens die Tradition der Familie fort (evtl. mit neuen Schwerpunkten oder erweiterten Engagementformen) oder engagieren sich gleich gemeinsam mit der Familie im Sinne der Familienphilanthropie. Andere möchten „auf eigenen Beinen stehen“ und sich mit einer eigenen Engagement-Strategie erst einmal selbst ausprobieren.

Um ihr Wissen zum Thema Philanthropie zu vertiefen, bilden sich Next Gens heute auch gezielt zu diesen Themen weiter, wie etwa am Center for Sustainable Investing and Private Wealth in Zürich zum Thema Impact Investing. Außerdem wünschen sich Next Gens – wie auch aus der Studie von PHINEO und der WHU hervorgeht – mehr Austauschformate und Netzwerke, in denen sie sich weiterbilden und ihre eigenen Kontakte knüpfen können.

Genau dieser Gedanke liegt auch der UNICEF-NextGen-Initiative zugrunde. Im Rahmen der Initiative kooperiert UNICEF in vielen Ländern, wie etwa den USA, Großbritannien und Italien bereits seit Jahren erfolgreich mit jungen Philanthop:innen und profitiert so von neuen Ideen und dem Gestaltungswillen der nächsten Generation. Auch in Deutschland ging UNICEF NextGen Ende letzten Jahres mit sieben Gründungsmitgliedern – darunter Julia Deichmann – an den Start.

 

Die UNICEF-NextGen-Initiative

Amelie Eichblatt: Liebe Stephanie, was genau ist UNICEF NextGen, wer macht aktuell mit und wer kann Mitglied werden?

Stephanie Petrick: UNICEF NextGen ist ein Netzwerk künftiger Führungspersönlichkeiten und Philanthrop:innen, die sich mit ihren Ressourcen, Netzwerken und Fähigkeiten sowie ihrer Stimme für die Arbeit von UNICEF einsetzen und auch andere dafür begeistern. Unsere Mitglieder sind Macher:innen aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlichen Hintergründen, die Interesse an philanthropischem Engagement haben und die sich mit mehr als nur einer Spende engagieren möchten. UNICEF bietet dabei vielfältige und innovative Möglichkeiten, sich für UNICEF-Projekte weltweit zu engagieren sowie ein internationales Netzwerk und Kontakte zu jungen Philantrop:innen. Durch den direkten Austausch mit UNICEF-Expert:innen sowie exklusive Veranstaltungen und Projektbesuche erhalten die NextGen-Mitglieder einen tiefen Einblick in das Wissen und die Erfahrung einer weltweit agierenden, professionellen Hilfsorganisation.

Amelie Eichblatt: Welche Projekte werden unterstützt und warum? Wie genau sieht die Unterstützung aus?

Stephanie Petrick: Die unterstützten Projekte werden von den NextGen-Mitgliedern ausgewählt. Dabei kann das Netzwerk aus dem weltweiten Portfolio von UNICEF diejenigen Projekte aussuchen, die den Mitgliedern besonders wichtig sind und die sie voranbringen möchten. Community (kollektives Potenzial als Partner:innen von UNICEF), Impact (möglichst große Wirkung des Netzwerks) und Thought Leadership (Förderung innovativer Projekt und neuer Ansätze) waren dabei wichtige Entscheidungskriterien.

In diesem Jahr fördert das deutsche NextGen-Netzwerk das UNICEF-Programm „Restoring Childhood in Ukraine“. Durch die Arbeit von UNICEF erhalten ukrainische Kinder in sogenannten „Spilno Spots“ psychosoziale Unterstützung und Bildungsangebote, die es ihnen ermöglichen Erlebnisse von Flucht und Gewalt zu verarbeiten, Momente der Normalität zu erfahren und wieder Kind zu sein.

Amelie Eichblatt: Wie sieht das Netzwerkleben konkret aus und wie kann man dem Netzwerk beitreten?

Stephanie Petrick: Die UNICEF NextGens treffen sich zweimal pro Jahr zum Mitgliedertreffen und tauschen sich darüber hinaus regelmäßig auf regionaler Ebene über die Arbeit von UNICEF und das Thema Philanthropie aus, zum Beispiel im Rahmen von NextGen Dinners. Außerdem trifft sich das weltweite UNICEF-NextGen-Netzwerk einmal im Jahr zum Global NextGen Summit, der in diesem Jahr im Juni in Kopenhagen stattfand. Durch den direkten Austausch mit UNICEF-Expert:innen, exklusive Veranstaltungen und Projektbesuche vor Ort lernen unsere Mitglieder über die Arbeit von UNICEF und die Situation von Kindern weltweit und erfahren, was nachhaltige humanitäre Arbeit ausmacht. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern entwickeln sie neue Ideen und legen Themen fest. Durch die Arbeit im Netzwerk entwickeln sie ihre Fähigkeiten und Kenntnisse im Fundraising, Netzwerken und der Philanthropie weiter.

Amelie Eichblatt: Liebe Julia, Du hast Dich entschieden, UNICEF NextGen als Gründungsmitglied beizutreten. Was waren Deine bisherigen Erfahrungen? Was schätzt Du an der Arbeit von UNICEF? Gibt es eine persönliche Erfahrung, die Dich besonders berührt hat?

Julia Deichmann: Schon in der kurzen Zeit seit der Gründung von UNICEF NextGen im Sommer 2022 war es spannend, das Wachstum live mitzuerleben. Wir haben die Mitgliederzahl seitdem verdreifacht und sind mittlerweile zu einer sehr dynamischen und motivierten Gruppe geworden. UNICEF ist als Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen seit 1946 in der strategischen Programmarbeit, humanitären Hilfe und der politischen Stärkung von Kinderrechten tätig. Als hochprofessionelle und dennoch agile Organisation ist UNICEF in 190 Staaten vertreten und somit zum Beispiel bei einem Kriegsausbruch wie dem in der Ukraine bereits vor Ort. UNICEF bietet zudem viele Möglichkeiten für Unternehmen und Familienverbände sich partnerschaftlich und individuell zu engagieren. Ein Highlight war für mich auf jeden Fall unser Mitgliedertreffen im deutschen Hauptsitz in Köln vor ein paar Wochen. Dort berichtete eine Mitarbeiterin über den neuesten Stand des von UNICEF NextGen geförderten Projekts in der Ukraine. Andere Vorträge betrafen die Zusammenarbeit mit Unternehmen, das Fundraising in sozialen Medien oder die digitale Beschulung für Kinder. Im Juni besuchten wir mit der globalen UNICEF NextGen Community das große Logistikzentrum in Kopenhagen – das war eine besondere und sehr eindrucksvolle Erfahrung!

Liebe Julia und liebe Stephanie, herzlichen Dank für das interessante Gespräch und Eure wertvollen Insights!

 

Die wichtigsten Erkenntnisse
  • Next Gens aus Familienunternehmen nehmen einen Rechtfertigungsdruck wahr, der mit ihrem Wohlstand verbunden ist. Philanthropie und gesellschaftliches Engagement sind wichtige Themen für diese Generation und einige finden so auch ihre Rolle in der Familie.
  • Das Interesse der Next Gens liegt neben Umwelt- und Klimaschutz auch auf globalen gesell­schaftlichen Themen und systemischen Veränderungen.
  • Durch den Familienbesitz haben Next Gens die Möglichkeit, langfristige Verbesserungen im Unternehmen anzustoßen und nachhaltige Lösungen zu erarbeiten.
  • Das Konstrukt einer gemeinnützigen Stiftung wird zunehmend hinterfragt. Next Gens gehen eigene oft andere Wege als vorangegangene Generationen, um sich gesellschaftlich zu engagieren.
  • Zeit, Expertise, ein hoher Anspruch und fehlende Netzwerke sind die Hauptgründe, warum viele Next Gens noch nicht das richtige Engagement für sich gefunden haben.
  • Das UNICEF-NextGen-Netzwerk hilft, der nächsten Generation eine Plattform zu geben, sich im gemeinnützigen Bereich zu bilden, sich mit Expert:innen oder Gleichgesinnten auszutauschen und sich individuell zu engagieren.

Bei Interesse an Next-Gen-Netzwerken freuen wir uns über eine kurze Nachricht an  A.EICHBLATT@PETERMAY-FBC.COM. Um Teil von UNICEF NextGen zu werden, stellen wir gern den Kontakt zum UNICEF-Team her, um in einem persönlichen Gespräch mehr über die Aufnahme zu erfahren und Fragen zum Netzwerk und den Mitgliedern stellen zu können.

Die erwähnte Studie der Phineo gAG und dem Institut für Familienunternehmen und Mittelstand der WHU „Next Gens zwischen Erbe und Idealismus“ können Sie über die Webseite der Phineo gAG herunterladen.